Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft war 2018 kein besonders gutes Jahr: Sie schied bei der WM in Russland erstmals bereits in der Vorrunde aus. Ein ganz anderes Bild bot sich eine Woche zuvor bei einer anderen Fußball-WM: Bei der Roboterfußball-Weltmeisterschaft in Montreal gewannen gleich in zwei Kategorien deutsche Teams. Was für eine tolle Leistung!

Das Deutschland-Finale als Qualifikation für die Roboter-WM findet seit neun Jahren in Magdeburg statt. Ein Verdienst eines engagierten Teams Wissenschaft der Landeshauptstadt und vieler Helfer, namentlich von Ansgar Bredenfeld, der seit vielen Jahren als Koordinator der RoboCup German Open in Magdeburg wirkt. Dass an diesem Wettbewerb deutschlandweit mittlerweile über 1.700 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, zum Finale in Magdeburg auch in diesem Jahr wieder bis zu 160 hoch motivierte Teams anwesend sind, die sich anspruchsvollen, auch ganz neuen Aufgaben mit zunehmender Komplexität widmen, ist das Verdienst der professionellen Arbeit hier vor Ort und an vielen technikbegeisterten Bildungsstandorten in der Republik.

Herzlichen Dank an alle, die sich deutschlandweit für den RoboCup engagieren!

Schön, dass der Wettbewerb wächst – und mit ihm auch das Begleitprogramm für die Besucher mit Workshops, Präsentationen, Angeboten zum Mitmachen und interaktiven Ausprobieren. Die Aussteller und Anbieter von Kursen machen die RoboCup German Open zu einem Highlight und zu einem Treffpunkt für viele Besucher. Schaut man auf die Qualifikationswettkämpfe in diesem oder den RoboCup im vergangenen Jahr, so wird deutlich: Hier wachsen Schule und Hochschule enger zusammen. Und wer einmal die Begeisterung gespürt hat, die allein die Teilnahme in Magdeburg auslöst, der stellt sich auch künftig einer solchen oder einer vergleichbaren Herausforderung. Deshalb trifft man hier bei den RoboCup German Open eigentlich nur Sieger.

Ich wünsche der Veranstaltung spannende Wettkämpfe, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude und neue Freunde, den Betreuern und Fans gute Gespräche sowie Raum und Zeit für inhaltlichen Austausch, vielleicht ja sogar Vereinbarungen für weitere Projekte. Denen, die in Magdeburg die Qualifikation für die WM schaffen, drücke ich die Daumen für die Wettkämpfe in Sydney!

Marco Tullner

Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt und Schirmherr