RoboCup Junior Soccer FAQs

Stand 7.11.2017, Änderungen vorbehalten!

Wo finde ich FAQs zu allgemeinen Fragen zur Veranstaltung?

In diesen FAQs sind nur die speziellen Fragen aufgeführt, die für diese Liga gelten. Bitte auch die Punkte berücksichtigen, die unter den allgemeinen RoboCup Junior FAQs aufgelistet sind.

Wichtige Regelbekanntmachungen

Nach welchen Soccer-Regeln wird gespielt?

Bei den Qualifikationsturnieren wird nach den Soccer-Regeln der Weltmeisterschaft 2017 gespielt. Im Konfliktfall ist die englische Fassung der Regeln maßgeblich. Sie kann auf der Webseite unter https://robocupgermanopen.de/junior/soccer eingesehen werden. Die Regeln sind auch unter http://rcj.robocup.org/soccer.html veröffentlicht.

Wichtig: Mit welchem Ball wird gespielt?

Die orangenen Bälle, die in der Soccer Open League seit 2017 zum Einsatz kommen, können hier erworben werden: Schweikert: Ball, orange, hollow, plastic . Dieser Ball wird auch bei den Weltmeisterschaften eingesetzt.
In der Soccer Light Weight League finden Spiele mit den üblichen, Infrarot emittierenden Bällen statt (Ball RCJ-05, Fa. Elekit).

Soccer SuperTeam Wettbewerb beim Finale

Nach dem Erfolg der Einführung des SuperTeam Wettbewerbs 2017 ist die Fortführung eines solchen Wettbewerbs beim Finale in Magdeburg geplant. Weitere Details werden rechtzeitig an die teilnehmenden Teams geschickt, sowie auf der Webseite unter https://robocupgermanopen.de/de/junior/soccer veröffentlicht.

Sind kommerzielle Roboter erlaubt?

Bei allen RoboCup Junior Turnieren in Deutschland sind als Soccer Robot o.ä. angebotene Komplettroboter nicht zugelassen (z.B. JOIN MAX Soccer Robot Bausatz). Sollten bei einem Team Zweifel daran bestehen, ob ein Soccer Robot unter diese Regelung fällt, ist vor den Wettbewerben zwingend Kontakt zu den Veranstaltern über info@robocupgermanopen.de aufzunehmen
(Anmerkung: Sollten insbesondere modifizierte Komplettroboter von JOIN MAX eingesetzt werden, ist die Anmeldung und Freigabe aus gegebenem Anlaß zwingend erforderlich. Wenn sie nicht erfolgt, ist ggf. mit einer Disqualifikation des Teams bereits beim Qualifikationsturnier zu rechnen.)

Zum Umgang mit Störungen durch gegnerische Roboter

Um den planmäßigen Ablauf des Turniers zu gewährleisten, müssen eventuelle Störungen (Torerkennung, Magnetfeldsensor, …) durch den gegnerischen Roboter bis 1 Minute nach Spielbeginn durch den Teamkapitän beim Schiedsrichter angezeigt werden. Das anzeigende Team ist in der Beweispflicht. Erkennt der Schiedsrichter die Störung an, ist diese unverzüglich abzustellen. Wird die Tor- und Ballerkennung mittels Bildverarbeitung durch farbige Komponenten eines gegnerischen Roboters gestört, so ist es zulässig, dass ein Team beide Halbzeiten auf der gleichen Spielfeldseite spielt, wenn sich beide Teams darüber einig sind.

Hinweise zur Konstruktion der Roboter

Zugelassene Spannungen am Roboter

Die Nennspannung der Akkus darf 15 V (Open League) beziehungsweise 12 V (Lightweight League) nicht übersteigen. Es sind beispielsweise Lithium-Polymer-Akkus mit 14,8 V oder 11,1 V Nennspannung zugelassen, auch wenn die Leerlaufspannung des geladenen Akkus 15 V beziehungsweise 12 V übersteigt. Mehrere separate Schaltkreise mit 15 V bzw. 12 V sind ebenfalls erlaubt. Hochsetzsteller sind ausschließlich für die Ansteuerung von Solenoiden des Schussmechanismus erlaubt. Andere Möglichkeiten der Spannungserhöhung sind verboten. Die Schiedsrichter müssen die Möglichkeit haben, das zu überprüfen. Die Nennspannungen der Akkus sollten ablesbar sein. Im Zweifelsfall ist Einblick in die Schaltungen des Roboters zu gewähren.

Zugelassene Motoren in der Liga 1-1 Open

Nach dem Regelwerk sind Motoren mit einem im Datenblatt dokumentierten Blockierstrom bei Nennspannung von bis zu 2 Ampere zugelassen. Sollte die Stromversorgung des Roboters unter der maximalen zugelassenen Nennspannung von 12 V bleiben, z.B. nur 11,1 V betragen, wird der im Datenblatt angegebene Blockierstrom linear runtergerechnet, so dass z.B. ein angegebener Strom von 2,1 A (bei 12 V) bei einer Verwendung von 11,1 V auf dem Roboter mit rechnerischen 1,85 A bewertet wird.

Wieviele Kameras sind auf dem Roboter zugelassen?

Die Anzahl der Kameras auf einem Roboter ist auf eine Kamera beschränkt. Wenn eine Kamera oder ein Spiegel mit Rundumsicht eingesetzt wird, darf laut Regel 8.2.2 kein kommerziell verfügbares Produkt verwendet werden. Eigenbauten von 360 Grad-Kameras sind jedoch erlaubt. Fischaugenobjektive mit einem horizontalen Öffnungswinkel größer als 140 Grad und einem vertikalen Öffnungswinkel größer 80 Grad gelten in diesem Regelzusammenhang als omnidirektionale Kamera.

Zugelassenes Gewicht eines Roboters

Auf allen Turnieren im Rahmen der Deutschen RoboCup Junior Meisterschaft (Qualifikation und Finale) wird entgegen Regel 2.1 "Dimensions" das Gesamtgewicht des Roboters einschließlich der Marker gemessen.

Wie weit darf der Ball in den Roboter hineinragen?

Die „ball-capturing zone“ hat eine Länge von 3 cm. Sie wird überprüft, indem ein Ball mit einer Markierung bei 3 cm vom Außenrand in allen möglichen Robotereinbuchtungen, die während des Spiels zum Einsatz kommen könnten, platziert wird. Kein Teil des Roboters darf dabei über die Markierung hinausragen.

Sind speziell für Lego gefertigte Teile in der 1-1 Standard Kit Liga erlaubt?

Nein. Es sind nur Teile erlaubt, die direkt von Lego bzw. Fischertechnik stammen. Das Verwenden von Schmiermitteln und das Kürzen von Teilen sind zulässig. Nicht zulässig sind beispielsweise selbst gemachte Lötverbindungen.

Wie viele und welche Sensoren sind in der 1-1 Standard Kit Liga erlaubt?

Es sind bis zu vier Sensoren erlaubt. Eine Liste der verwendbaren Sensoren befindet sich in den Regeln. Der Gyrosensor aus dem LEGO-Sortiment ist ebenfalls erlaubt. Rotationssensoren in den Motoren zählen nicht zur Gesamtanzahl der Sensoren am Roboter.

Hinweise zum Spielablauf

Vermessen der Roboter

Die Teams müssen sich 5 Minuten vor Spielbeginn am Spielfeld einfinden. Gemeinsam mit dem Schiedsrichter werden dann die Roboter vermessen und gewogen. Wenn ein Roboter aufgrund zu großer Masse, zu hoher Spannung oder den Abmessungen nicht zulässig ist, so gilt er zunächst als defekt und kann erst am Spiel teilnehmen, nachdem die Mängel behoben wurden.

Spielbeginn

Wer in der ersten Halbzeit Anstoß hat, wird durch einen Münzwurf bestimmt. Das jeweils andere Team hat traditionell die Wahl der Spielfeldhälfte. Zur zweiten Halbzeit hat dann das Team Anstoß, das in der ersten Halbzeit keinen Anstoß hatte, und es gibt einen Seitenwechsel.

Verspätungen

Kommt ein Team zu spät zum Spielfeld, wird ein Straftor pro Minute vergeben. Nach fünf vergebenen Straftoren verliert dieses Team das Spiel.

Wer darf am Spielfeld stehen?

In direkter Nähe zum Spielfeld dürfen sich nur die Schiedsrichter, von jedem Team ein benannter Kapitän, ein Assistent des Team Kapitäns und Mitglieder des Orga-Teams aufhalten. Alle anderen Personen müssen sich außerhalb der Absperrung um die Felder aufhalten. Blaue oder gelbe Kleidung am Spielfeld sollte vermieden werden.

Allgemeine Regelerläuterungen

Wie dürfen sich die Roboter bewegen?

Die Roboter müssen sich in mindestens zwei Dimensionen bewegen können (und dieses auch tun). So darf ein Torwart z.B. nicht durch bloßes Vor- und Zurückfahren das Tor beschützen. Auch darf er nicht alleine durch Links-Rechts-Bewegungen das Tor mauern. Befindet sich der Ball in seiner unmittelbaren Nähe, muss er sich direkt auf diesen zu bewegen können.

Was ist ein neutraler Punkt?

Sowohl der Mittelpunkt des Feldes als auch vier in gerader Linie von den Torpfosten entfernte Punkte werden als neutrale Punkte bezeichnet. In bestimmten Spielsituationen (s.u.) wird der Ball vom Schiedsrichter auf einen dieser neutralen Punkte gelegt. Die Auswahl des Punktes wird durch den Schiedsrichter so getroffen, dass das Spiel möglichst nicht beeinflusst wird.

Wann wird ein Tor gegeben?

Sobald sich der Ball vollständig im Tor befindet. Bei den Tormaßen ist dies der Fall, sobald der Ball an die Rückwand des Tores schlägt.

Was ist ein Torwart?

Ein Roboter wird zum Torwart, wenn er als erster Verteidiger den eigenen Strafraum vollständig betritt. Die Linie ist dabei Teil des Strafraums.

Gibt es so etwas wie ein „Foul“? Pushing!

Wenn der Torwart und ein angreifender Roboter sich berühren UND mindestens einer der beiden Kontakt zum Ball hat, wird der Ball auf den nächsten neutralen Punkt gelegt. Das Spiel wird nicht angehalten. Durch Pushing erzielte Tore werden nicht gewertet.

Was bedeutet „Lack of Progress“?

Wenn nach einer Zeit von rund 10 Sekunden kein Spielfortschritt erkennbar ist, sagt der Schiedsrichter ein Lack of Progress an. Der Ball wird auf den nächsten unbesetzten neutralen Punkt gelegt.

Wann zählt ein Roboter als beschädigt?

Ein Roboter zählt als beschädigt, wenn er nicht mehr auf den Ball reagiert, sich immer wieder in das Tor bewegt, ohne fremdes Zutun umkippt oder an einer Wand bzw. in einer Ecke festhängt und sich nicht selbstständig befreien kann. Ein beschädigter Roboter muss für mindestens eine Minute aus dem Spiel genommen werden. Nach Ablauf dieser Zeit wird er nach Zustimmung des Schiedsrichters auf einem neutralen Punkt wieder ins Spiel gebracht, sodass er den Ball nicht direkt erkennen kann. Nach einem Tor dürfen alle bestraften Roboter direkt zum Anstoß wieder in das Spiel zurückkehren.

Soccer LWL/Open Leagues: Roboter im “Aus”

Die Roboter dürfen das Spielfeld nicht verlassen. Ein Roboter zählt daher als “Aus”, wenn er das Spielfeld in vollem Umfang verlässt. Tut er dies, wird er für eine Strafminute vom Spielfeld entfernt. Er darf nach dieser Minute auf den vom Schiedsrichter bestimmten neutralen Punkt zurückkehren, der dem Punkt am nächsten liegt, an dem er das Spielfeld verlassen hat. Die Strafminute wird nicht gegeben, wenn der Roboter durch einen anderen Roboter ins “Aus” geschoben wurde - egal, ob es sich dabei um einen eigenen oder einen gegnerischen Roboter handelte.

Soccer LWL/Open Leagues: Der Ball im “Aus”

Verlässt der Ball einmal das Spielfeld, läuft das Spiel weiter. Häufig wird der Ball von alleine wieder auf das Spielfeld zurück rollen. Dazu befindet sich eine kleine Rampe in der Nähe der Begrenzungsbande. Alternativ können die Roboter den Ball durch Anstupsen selbst wieder ins Spiel bringen, ohne dabei das Spielfeld vollständig zu verlassen.

Sollten diese Versuche scheitern, und der Ball im “Aus” liegen bleiben, so ruft der Schiedsrichter “Out of Reach” und bringt den Ball auf dem nächstgelegenen freien neutralen Punkt zurück in das Spiel. Dies kann er auch sofort tun, wenn der Ball nicht mehr spielbar ist - bspw. wenn er hinter einem Tor liegen bleibt - oder wenn die Roboter aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, ihn zurück zu holen.

Soccer LWL/Open Leagues: Was heißt „multiple defense“?

„Multiple defense“ tritt ein, wenn beide verteidigenden Roboter ihren eigenen Strafraum (auch nur teilweise) befahren. Der Roboter, der weiter vom Ball entfernt ist, wird auf den nächsten neutralen Punkt gesetzt. Ein Roboter, der wiederholt eine „multiple defense“ Situation hervorruft, wird als beschädigt aus dem Spiel genommen.

An wen schicke ich Fragen zu den FAQs?

Fragen zu den FAQs bzw. neue Fragen für die FAQs bitte an faq@robocupgermanopen.de schicken.